Re: 07.09
von Jacob » Sa 6. Sep 2008, 00:40
Bei gleichem Wirkungsgrad ergibt die doppelte Leistung 10% Lautstärkezuwachs.
30 Watt ist 10% lauter als 15 Watt
60 Watt ist 10% lauter als 30 Watt
usw.
Allerdings ist die Wattzahl nicht alles. Entscheidend für den Druck ist der Wirkungsgrad der Lautsprecher+Box (also wieviel der reingesteckten Leistung auch tatsächlich in Schall gewandelt wird), und der ist meist ziemlich mies. Im denkbar schlechtesten Fall keine Membran, dann kann ich zwar so viele Watt da durchjagen wie ich viel, lauter wird's dadurch aber auch nicht.
Außerdem ist der Klirrfaktor noch entscheidend. Der Klirrfaktor gibt den relativen Anteil der Verzerrungen an. Je großmütiger die Leistung ausgelegt ist, desto weniger Klirren hat man auch in der Regel bei einer gewissen Lautstärke. Zwar hat Essers Verstärker "schlechtere" Klangeigenschaften, da die Röhren weitaus mehr klirren als Transistoren, aber bei Röhrenverstärkern hört sich das Klirren "gut" und "warm" an, also ist nicht so auffällig kratzig und unpassend wie bei Transistoren. Also eine voll ausgesteuerte Röhre klingt besser als ein voll ausgesteuerter Transistorenamp. Letztendlich sind die Leistungen bei Röhrenverstärkern aber bei vernünftigem Aufwand sehr begrenzt. Ich schätze mal so bei 150-200 Watt ist da schon schluss, Transistoren können locker bis in die 1000e Watt gehen, die arbeiten nämlich prima nebeneinander und sind dabei winzig klein. Wenn ich mehr Leistung brauch, schließ ich einfach welche parallel.
Theorie: Man weiß alles, aber nichts funktioniert.
Praxis: Alles funktioniert, aber niemand weiß wieso.
Ich vereine Theorie und Praxis: Nichts funktioniert, und ich weiß nichtmal wieso.